2. gesamt beim Arlberg Bike Marathon

Wie schon fast üblich startete ich auch heuer wieder beim Mountainbike Marathon in Sankt Anton. Eigentlich liegt mir das Rennen nicht, absolut unspektakulär und viel zu kurz. Man fährt auf zwei vom Tourismusverband ausgeschriebene Touren, und dies fast ausschließlich auf Schotter und Asphalt. Auf 35km muss man 1322hm bewältigen, und das ist die Langdistanz, es gibt sogar noch eine kurze Runde ;-)

Da mit der Strecke schon nicht die größte Herausforderung anstand, habe ich mir selbst zusätzliche auferlegt, und bin mit meinem alten 11kg schweren Racefully am Start gestanden. Das Hardtail habe ich beim M3 in Montafon gebrochen, wie weiß ich nicht, es ist mir erst im Ziel bei der Radwäsche aufgefallen.  

Mein Plan war nicht groß zu taktieren, das Rennen wie einen Hillclimb anzugehen (alles oder nichts) und sofern ich stark genug wäre, sofort auf die Führungsgruppe aufzuschließen. Als es in den ersten Berg ging, fuhr ich bereits in den top 10. Vorne machte sich der spätere Sieger Daniel Rubisoier auf und davon. Meter für Meter kämpfte ich mich nach vorne, bis ich schließlich circa in der Mitte des Anstiegs rauf zur Putzenalpe die Führung in der Verfolgergruppe übernahm, was Platz 2 bedeutete. Bergab konnte ich, vor allem Dank meinem 11kg Fully meine Stärke ausspielen (für irgendwas musste ich die 2kg Mehrgewicht den Berg raufbewegen). So schaffte ich es auf der doch recht losen und steilen Forststraße zurück nach St. Anton die restlichen Verfolger abzuhängen und gut eine Minute herauszufahren. Diesen Vorsprung wollte ich jetzt halten und startete wie auch Daniel eine Soloflucht. Als nächstes ging es zu Verwallsee, fast ausschließlich Asphalt und wenn es bergauf ging nicht zu spektakulär, schlecht für Solisten, gut für Gruppen. Dennoch konnte ich den Vorsprung sogar noch etwas ausbauen, was mich umso mehr motivierte.

Schließlich überquerte ich das Ziel als gesamt zweiter nach 1h33min, ziemlich unbemerkt vom eigentlich sehr erfahrenen Platzsprecher. 2:40 hinter Daniel Rubisoier, welcher meine absolute Hochachtung verdient. Platz 3-4 kamen schließlich 1:12 hinter mir ins Ziel. Ironischerweise waren die ersten 3 gesamt auch die ersten 3 der Altersklasse. 

Etwas Kritik muss man am Veranstalter üben: wenn man ein Mountainbikerennen veranstalten möchte, sollte man etwas Herzblut reinstecken, oder es besser sein lassen. Zum Beispiel wenn man bei einem Rennen durch die Veranstaltungsortschaft im vollen Rennen fährt, und das Stadtzentrum für diese gesperrt ist, sollte man nicht auch noch anderen Leuten die sich einen Arsch dafür interessieren ausweichen muss. Ebenso die Streckenbeschilderung. Ganz katastrophal war es in St. Anton selbst als es parallel zur Straße Richtung Pass ging, wusste man lange Zeit nicht, dass man richtig unterwegs ist. Schade fand ich, dass es nur eine Klassenpreisverteilung gab, aber die Gesamtschnellsten nicht erwähnt wurden, nur der Sieger, der bekam 200€, gesamt 2. und 3. wurden nicht einmal erwähnt. Dafür muss man positiv erwähnen, dass es ein sehr cooles, sportliches Trikot als Startgeschenk gab. 

Unterm Strich muss aber noch erwähnt werden: In diesr Region Region gibt es 3 Radsportevents die die Messlatte mehr als hoch legen, das Ischgl Ironbike, der M3 in Montafon und natürlich der Arlberg Giro in St. Anton selbst. Vielleicht arbeitet der Veranstalter daran sich zu bessern, würde mich freuen.

Alles in Allem bin ich mehr als zufrieden mit meiner Leistung, was ich eigentlich um diese Zeit der Saison seltenst behaupten kann... ich bin noch motiviert :-) Hier noch der Link zur Strava Einheit

Stay tuned!

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