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19. beim Kufsteinerland Radmarathon (+Video)

Am Sonntag fand zum bereits dritten Mal der Kufsteinerland Radmarathon statt. Und wie jedes Jahr ist es mein einziges Rennradrennen (Bergrennen zähle ich da jetzt nicht dazu). War es letztes Jahr noch sehr regnerisch beim Start, war heuer regelrechtes Traumwetter, für mich schon fast zu heiß ;-)

Mit 550 Teilnehmern – vor allem aus sehr vielen verschiedenen Nationen – und einigen sehr guten Teams wie Corratec und das Radteam Tirol, waren einige Amateurgrößen am Start.

Beim Start ging es gleich hoch nach Thiersee, über die Marblinger Höhe, wo bereits die erste Selektion stattfand. Vorne setzten sich 2 Fahrer ab und wir machten uns auf die Verfolgung. Dabei habe ich einen großen Teil der Arbeit zu Beginn gemacht. Dahinter ging es nach Thiersee runter und da erwartet einen die erste Wand nach Hinterthiersee. Wie jedes Jahr muss ich aufgrund meiner paar Kilo die ich mehr als die Roadies haben etwas abreißen lassen. Und auch wie jedes Jahr schließen wir auf den Weg zurück nach Kufstein wieder auf. Heuer hatte ich das Glück, dass es keine Soloverfolgung wurde, sondern wir eine Gruppe waren, die alle dasselbe Ziel forcierten. Von der Marblinger Höhe habe ich mich aus Gründen der Sicherheit vorne platziert. Anscheinend bin ich bergab so viel schneller, da ich das ganze Feld um 20-30 Sekunden abgehängt habe. Auf den Weg nach Langkampfen wartete ich und ordnete mich wieder in der Gruppe ein. Gemeinsam ging es dann nach Kramsach über die bekannte, landschaftlich sehr schöne Strecke und dort wartete mein persönlicher Scharfrichter, der Anstieg nach Brandenberg. Diesmal wollte ich einfach so hart ich konnte fahren und versuchen dran zu bleiben. Es ist mir einigermaßen gelungen, nur leider hat sich die Gruppe dennoch in mehrere kleinere geteilt. Gemeinsam mit Roman Wienicke habe ich die Verfolgung aufgenommen. Roman ist blöderweise bergab nicht so stark wie ich (Zitat: „nach jeder Kurve, muss ich 10m auf dich wieder zu fahren“ … danke für das Kompliment), und so habe ich immer wieder auf ihn gewartet, da es alleine gar nichts bringt, vor allem der lange Weg zurück nach Kundl. Es dauerte nicht lange dann rückte auf den Weg zurück nach Kramsach (dazwischen ist nochmals ein grausamer Anstieg) die nächste Gruppe heran, und gemeinsam nahmen wir den Weg nach Kufstein. Fast alle in der Gruppe haben fleißig ihre Dienste geleistet, leider eben nur fast…

Auf den Weg nach Bad Häring ging nochmal eine Attacke, Roman und ich kamen gemeinsam oben an, 50m vor uns ca 5 Fahrer. Ein Dritter war da noch bei uns. Natürlich wollten Roman und ich alles daran setzen und versuchen aufzuschließen, nur verfolgte der 3. im Bunde andere Interessen… und ich weiß ehrlich gesagt noch immer nicht welche. Jedenfalls hat er brutalst die Harmonie in der Gruppe gestört, und immer wieder das Tempo herausgenommen, wenn er mit Führungsarbeit an der Reihe war. Das führte natürlich auch dazu, dass vorne die Gruppe sich aus dem Staub machte. Roman und ich mussten alleine mit dem Störenfried die Fahrt zurück nach Kufstein in Angriff nehmen. Die Strecke wurde etwas geändert, und so ging es heuer nicht von Schwoich über die Eibergbundesstraße nach Kufstein, sondern diesmal über Hirnbach und die Bundesstraße zurück. Hirnbach runter ist eine sehr steile, schlecht präparierte, und rutschige Abfahrt, aber mit ziemlich wenig Kurven. Ich habe auf den Weg nach Schwoich zu Roman gesagt, ich würde mein Glück in Schwoich versuchen und wenn er will kann er mitgehen. Dies gelang mir über die knackigen Schnapper in Schwoich nicht, dafür aber bei der Abfahrt. 300m vor mir sah ich auch die Gruppe die uns nach Häring droppte, somit wollte ich die Chance ergreifen, hopp oder tropp und setzte alles daran aufzuschließen. Dies gelang mir zwar nicht, aber ich konnte die beiden Anderen auf Distanz halten. Kleines Lob am Rande, da hier auch Straßenverkehr herschte. Big Thumbs up an die Autofahrer, die verhielten sich alle sehr fair, griffen nicht in das Renngeschehen ein und überholten auch nicht. Kufsteiner Wald hinauf kam natürlich noch das Glück, dass die ersten Anzeichen von Krämpfen sich abzeichneten, das war wohl die Kampfansage meines Körpers an mich. In Kufstein ging es dann nicht direkt die Bundesstraße sondern in Endach beim Kindergarten bog man ab. Des weiteren verlief die Strecke ziemlich verwinkelt durch Endach und auf der Innpromenade bis zur Festung und dann die Straße Richtung Oberen Stadtplatz – eigentlich die größte Gefahr mitten am Schluss eingebaut: Fußgänger, Katzen und Hunde, Kinder vor allem durch Endach und eine sehr verwinkelte Strecke. Ich konnte zwar keinen mehr einholen, aber ebenso mich konnte keiner mehr einholen. Und so finishte ich solo als gesamt 19. nach 3h34min. womit ich eigentlich zufrieden sein kann, schließlich habe ich alles gegeben, mein Durchschnittspuls lag bei 163 Schlägen/min (178 ist meine anaerobe Schwelle). Link dazu und hier die Zusammenfassung von relive.

Final kann ich nur sagen, eine sehr gute Veranstaltung, super organisiert, tolle Location, und als Einheimischer muss ich ehrlich gestehen, von der Streckenwahl sind einige schöne Spots aus dem Tiroler Unterland gewählt worden. Wenn man noch eine Erweiterung einplanen möchte, welche auch für die Teilnehmer landschaftlich interessant wäre, würde ich andenken von Wörgl in die wildschönau zu fahren  und über den Grafenbachweg nach Hopfgarten. Einziger Kritikpunkt die Streckenführung durch Kufstein sollte man überdenken, wobei ich hier auch loben muss, einige gefährliche Stellen wurden (wahrscheinlich auch im Zuge der aufkommenden Weltmeisterschaften) neu asphaltiert, so zBsp die Abfahrt nach Landl und der Kreisverkehr wo es nach Thiersee geht.

Es scheint der Radsport ist endgültig in Kufstein angekommen, und Kufstein ist zu 100% gewappnet für die aufkommenden Rad Weltmeisterschaften.

Ganz besonderen Dank an Christoph, mein Betreuer an dem Tag, er hat einen perfekten Job gemacht, war stets dort wo ausgemacht war (hat die letzten 2 Male nicht so geklappt).

Auch heuer habe ich wieder mit meiner Garmin Virb XE gefilmt und ein kleines persönliches Highlightvideo erstellt, was ich euch nicht vorenthalten möchte. Nächstes Wochenende ist rennfrei, da gönn ich mir wieder ein paar Ausfahrten in der Heimat. Darauf am Samstag die Kufsteiner Stadtmeisterschaft am Samstag bzw. der Woidman am Sonntag.

Bis dann


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