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7. gesamt beim MTB Festival Achensee

Vergangenen Samstag fand zum zweiten Mal das Mountainbike Festival am Achensee statt. Die letztjährigen Distanzen wurden um eine weitere verlängert. Dies bedeutete am Schluß noch einen zusätzlichen extra langen Anstieg von ca 18km und 1100hm was die „E-Distanz“ mit 96,5km und 3500hm zu einer wahren Herausforderung werden ließ. Dieser Herausforderung wollte ich mich natürlich als Marathonisti stellen. Ich war anscheinend nicht der einzige mit dieser Idee, denn es hatte den Anschein, als wäre heuer ein richtig starkes Teilnehmerfeld am Start.

Als ich mich beim Start aufstellen wollte, hieß es sofort ich dürfte nicht in den ersten Startblock sondern müsste mich hinten bei den Hobbygladiatoren aufstellen. Natürlich waren schon massig anwesend, so musste ich mich auch hier relativ weit hinten einordnen. Zum Glück ließ mich Berger Tom vom Team Sudden Death bei sich untermogeln. Der fragte mich sogleich warum ich hier hinten starte, hätte mich sogar der Moderator groß als ehemaligen Tiroler Meister angekündigt...

Der nächste Heldenstreich war, dass die Elite mit 90 Sekunden Vorsprung startete, warum auch immer…. machte es nur zu einer noch größeren Herausforderung, die Lücke zu Beginn gleich zu schließen versuchen. Als dann der Startschuss fiel, versuchte ich gleich mich durch das Feld hindurch zu arbeiten. Da sich der Veranstalter dachte, alle guten Dinge sind drei, folgte auch schon der nächste kleine Streich seinerseits. Das bei der Elite vorfahrende Auto stand uns auf einmal voll im Weg und sorgte für einen gewaltigen Engpass. Als dieses passiert war, ging es gleich in einen kurzen knackigen Anstieg, um möglichst wenig Zeit zu verlieren, habe ich so gut wie alle über das Feld überholt, besser ein paar Körner mehr investieren, als im Stau zu stecken. Als ich dann an Front der Hetzjagd war, bemerkte ich dass bereits 2 die selbe Idee mit der Flucht nach vorne hatte. So versuchte ich mich an ihnen anzuhängen, bis auf 10m gelang mir das auch, aber die blieben konstant zwischen uns. Bei den zwei handelte es sich um Benni Schweinester vom Team Serles und Warter Toni vom KTM Pro Team.  

Es dauerte auch nicht lange, und schon waren die ersten Elitefahrer eingeholt. Den ersten Berg bin ich konstant 400 W hochgeknallt, musste schließlich Boden gut machen. Dabei habe ich meine 20min Durchschnittsbestleistung auf 385W hochschrauben können. Dies ist eigentlich eine Sache für Hillclimbs nicht für den ersten Berg bei einem Marathon ;-)

Oben am Kögljoch wartete bereits Christoph mit einer Trinkflasche auf mich. Zum Glück kann ich gut bergab fahren und so war ich drauf und dran Boden gut zu machen. Den schwersten Trail habe ich laut Strava als schnellster gekillt und sogar noch ein paar Leute überholen können, frei nach No Risk no Fun. Direkt danach bildeten wir eine fünfköpfige Gruppe (Köck und einer von Zwillingscraft waren auch mit dabei), die relativ gut gemeinsam harmonierte. Ich wollte schließlich weiter Boden gut machen, und habe des Öfteren Führungsarbeit übernommen. Toni hat sich kurz vorm Anstieg Gufferthütte abgesetzt (fuhr aber nur die Distanz darunter) und zwei sind aus der Gruppe gefallen, als schließlich Benni und ich auf den Weg zur Gufferthütte waren. Davor wurde ich nochmals von Christine mit Trinken und Gel versorgt, was ich auch die Gufferthütte rauf dringend benötigte. Dort rauf war es mir viel zu heiß und ich habe vorsichtshalber einen Gang zurück geschalten. Das hat Benni ausgenutzt und sich aus dem Staub gemacht. Ich dachte noch, bergab werde ich ihn einholen, aber für das war die Abfahrt viel zu leicht. Auch dass ich zwei Mal fast in einen Unfall mit Hobbyfahrern geraten wäre, half dem nicht weiter.

Am Weg zum letzten Berg wartete nochmals Christoph mit einer Trinkflasche. Ich nutzte den Moment und legte eine Pinkelpause ein, eine ziemlich lange. In dieser Zeit überholten mich zwei Fahrer, Ludwicek und Köck. Mit Ludwicek bin ich dann den Berg hoch gefahren, bis er wieder reißen lassen musste. Auf den letzten 200hm bekam ich es mit Krämpfen zu tun und bin dann gemütlich mit dem ersten Gang hoch gerollt, um meine Position abzusichern, irgendwann musste sich das horende Tempo zu Beginn rächen. Ludwicek überholte mich nochmals und machte sich aus dem Staub. Ich sah ihn noch bei der Abfahrt, blieb aber bei einem der Bergwacht stehen, da ohne Musik auch nichts geht J Kopfhörerkabel raus gerissen. Leider rächte sich das im Ziel und so wurde ich im Ziel mit ca 40s hinter Ludwicek gesamt 7. (5. In der AK). Damit sich der Anfang rächte, Ludwicek startete auch mit der Elite, ich wurde schließlich nur mit denen gewertet....

Kurz noch: auf der Zielkurve ereilte mich wieder der Achenseefluch und so ist mir im Sprint das Vorderrad weggerutscht und ich voll auf die rechte Seite. So habe ich noch einen kleinen Karosserieschaden mit nach Hause als Andenken genommen.

Alles in allem bin ich mit der Entwicklung heuer sehr zufrieden, bin mit einem Durchschnittspuls von 172 das Rennen gefahren, fast stetig über meiner ANS, und konnte sehr lange das hohe Tempo halten. Mit 300 W avg über 4:38 kann ich auch zufrieden sein. Hier noch der Link zur Garmin Connect File, und hier zu Strava

Als nächstes geht’s zu den Bewerben des Kitzalpbike Marathons. Den Anfang macht die Windautaler Radlrallye.

Sportliche Grüße aus den Bergen

 

Jojo

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