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Mit neuem Bike zum Riva Bike Marathon

Am Sonntag stand der Riva Bike Marathon am Programm. Doch einen Tag zuvor bekam ich von Jörg Scheiderbauer mein neues Raceextract Sparrow - Raceextract ist das Team für das ich heuer an den Start gehe - mein neues Arbeitsgerät für die Saison. Ich würde es keinem Empfehlen, mit einem Rad, das man am Vortag bekommen hat, und es weder irgendwo bergauf noch bergab im Gelände gefahren ist, einen doch recht anspruchsvollen Marathon mit 74km auf über 2800hm zu bewegen. Aber dass ich bekannt dafür bin, öfters mal nicht schlau zu handeln, ist eh jedem, und insbesondere mir bewusst. Dennoch hatte ich ein etwas flaues Gefühl im Magen. Nicht wegen Stürzen oder dass ich das Material nicht einschätzen konnte (ich bin noch nie eine Magura Bremse, einen Maxxis Reifen oder eine DT Swiss Federgabel gefahren, der Rest ist eh vernachlässigbar in der Konstellation) war das eine, ich hatte mehr Bedenken, dass ich Knie- oder Rückenprobleme bekommen könnte.

Dennoch verlief es für mich doch recht gut. Ich bin zwar etwas verhalten bergauf und natürlich auch noch nicht mit 100% bergab, aber ich kam ohne gröberne Probleme durch. Gewertet wurde ich als gesamt 29. mit genau 4h und 1min. Dummerweise wurde ich offiziell als disqualifiziert gewertet, bzw. mit meiner Startnummer wurde ein anderer gewertet (2242). 

Da zu dieser Zeit auch um den Marathon ein Riesenfestival ist, haben wir noch ein paar Tage angehängt und ein paar Ebikes getestet, die ein oder andere Leckerei gegönnt. Der Besuch beim Team von der Tirol Werbung durfte auch nicht fehlen. Zusätzlich habe ich mir mal wieder die Tremalzorunde gegönnt. 

So long, mit neuem Gerät kann ich jetzt in die Saison starten. 

Stay tuned

Jojo

Trainingstrip Finale Ligure

Ich weiß nicht wie oft ich schon dort war, aber es ist einfach eine meiner Lieblingsgegenden zum Biken: kurze knackige Anstiege, belohnt mit knackigen Abfahrten, die nicht jedermanns Geschmack sind. Viele werden mich für verrückt halten, aber ich bin mit dem Hardtail angereist, und als Verstärkung hatte ich das erste Mal das Rennrad dabei.

So war auch heuer wieder mein geplantes Osterreiseziel Finale Ligure. Am Freitag Abend noch angereist, erwartete mich am Samstag Morgen bereits Regen. So verbrachte ich den Vormittag im Decathlon und beim Einkaufen notwendiger Lebensmittel. Nachmittags wurde es besser und so konnte ich meine ersten Trailerfahrungen in der noch jungen Saison sammeln. 

Ich campierte, wie schon oft, in Le Manie, in der Nähe des Starts des bekannten 24h Rennens von Finale Ligure. Ostern ist in Italien ein Volksfest, und so war es auch diesmal, der Campingplatz war voller Italiener die gemeinsam mit ihren Familien das Osterfest zelebrierten oder sonst gemeinsam Party machten. 

Mit dem Rennrad bin ich eine echt schöne Runde ins Hinterland und über Berge und Schnee gefahren, vorbei an der bekannten Natobase. Die Gegend kann auch mit dem Rennrad was. Was halt brutal auffällt, die Gegend wird immer mehr von Bikern geschätzt, und leider auch von vielen die lieber sich hoch kutschieren lassen, als selbst sich den Trail verdienen. So waren es auf dem Weg rauf zur Natobase, von etwa 20 Fahrzeugen nur 2, welche nicht als Bikeshuttle agierten. Eine etwas traurige Entwicklung.

Nachdem das Wetter nicht so prickelnd war, bin ich zurück Richtung Norden gezogen. Und habe die Nacht an meinem Lieblingsspot am Gardasee verbracht. Nur leider wurde das Wetter auch hier nicht besser, und so bin ich mit dem Auto nach Auer (nähe Bozen), und als Abschluß mit dem Rad die Weinstraße bis Meran gefahren. Dem Regen konnte ich nicht ganz entfliehen und so hat es mich in Meran ordentlich eingeregnet.

Zum Abschluss noch ein paar Impressionen vom Trailparadies Finale Ligure,

Sportliche Grüße

Jojo


Long Story Short!

Erstmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich mich schon längeres nicht mehr gemeldet habe. Dies liegt einfach dadurch begründet, dass nach dem schweren Unfall im Mai, einfach doch etwas die Luft heraußen war. Ich habe zwar stetig trainiert, aber einfach nicht mehr mit den Willen, welchen ich bis zum Mai hatte.

Hier die Auflistung der Rennen und meiner Ergebnisse:

Rennen
Wo
Ergebnis (Kl/Ges)
Serles Trophy
Mieders
3 / 3
Eldorado Bike Marathon
Wörgl
5 / 12
MTB Festival Achensee HC
Pertisau
7 / 27
MTB Festival Achensee Marathon (Unfall)
Pertisau
9 / 21
M3 Montafon
Schruns
39 / 49
Ischgl Ironbike Hillclimb
Ischgl
-     (Kettenriss)
Ischgl Ironbike Marathon
Ischgl
25 / 34
Arlberg Bike Marathon
St.Anton
5 / 6
Lofer Bergzwoakompf
Lofer
2 / 3
Kufsteinerland Radmarathon
Kufstein
5 / 8

 

















Es wirkt zwar, dass ich nach dem Unfall wieder halbwegs in Form gekommen bin (Montafon gehört zum MTB Marathon Weltcup, Ischgl ist auch die Weltelite am Start), nur war ich bei weitem nicht mehr so motiviert und diszipliniert wie ich am Start des MTB Festivals in Achensee am Start gestanden bin. Auch hatte ich auf einmal ungewohnt viel Schiss beim Bergabfahren – etwas, das ich eigentlich überhaupt nicht kenne. So kam es, dass ich in Montafon auch gleich gestürzt bin, und mit einem schiefen Lenker weiterfahren musste. Auch habe ich mich etwas gehen lassen, und einfach das Leben und seine Reize genossen. Dafür hatte ich bereits die Ehre für die kommenden Rennradweltmeisterschaften Journalisten die Strecke zu präsentiert habe. Von daher bin ich sehr zufrieden mit meinen Ergebnissen, möchte nichts schön reden, denn ich hatte alles selbst in der Hand.

Zu meinen Knie: ich muss leider ganz ehrlich sein, im normalen Allltag schmerzt gar nichts, wenn ich Sport mache, zwickt es eventuell ganz leicht (ist vernachlässigbar). Probleme machen mir 2 Sachen: lange Hosen und wenn ich drauffalle oder ich es mir anhaue. Lange Hosen klingt lustig, aber ich muss in der Arbeit eine lange Hose tragen, und da habe ich mir die Narbe des Knies den ganzen Herbst wund gerieben. Ebenso wenn ich mit der Langhantel im Studio gestreift bin, blutete es sofort. Ähnliches gilt leider wenn ich es mir anhaue oder darauf falle. Zu Weihnachten an einem Tischbein gestoßen, und sofort eine blutige Blase am Knie gehabt. Oder erst beim Skitourengehen darauf gefallen, dann begann es auch zu schmerzen. Ich überlege bereits mir fürs Training Knieschoner wie sie die Endurofahrer haben zu besorgen, und bei Bedarf zu tragen, mehr fällt mir nicht ein. Leider ist auch nach jeder Aktivität das Knie an der Narbe violett bis blau, solange mir nichts schmerzt berücksichtige ich das aber nicht. Der ganze Scheiß resultiert einfach daraus, dass ich einen scheiß Sturz hatte, und mir beide Schleimbeutel entfernt werden mussten. Die Narbe an der Kniescheibe wurde dabei so doof platziert, dass sie jetzt stetig reibt (genau über den höchsten Punkt des Knies…)

Vorbei mit der Heulsuse, zurück zum Sportsgeist. Inzwischen bin ich wieder total motiviert, habe meine Ernährung wieder so weit im Griff, dass ich Gemüse Süßigkeiten bevorzuge und habe auch fast wieder 5kg runter, die anderen 5 schaffe ich auch im Nu. Die Ernährungsumstellung hat sich auch positiv auf meinen Energielevel ausgewirkt, inzwischen will ich nicht nach einer 2-3000hm Skitour am liebsten nur noch abchillen, inzwischen bin ich danach noch immer aufgedreht, als wäre ich auf Red Bull. Das freut mich natürlich. Die Energie spiegelt sich auch in meiner Trainingsleistung wieder.

Die kommende Saison wird wohl meine erste seit langem sein, an der ich keine Lizenz lösen werde, und ich mich einfach als Hobbytiger durchschlagen werde (habe die Vereinsmeierei satt, und fahre jetzt ganz gerne auf eigene Kappe).

Zum Schluß möchte ich noch anbringen, dass ich mich bemühen möchte, wesentlich mehr Zeit in meinen Webauftriff zu investieren. Und würde mich über Feedback gerne freuen.

Sportliche Grüße

Johannes

PS: Ein kleines Video was ich bei meinem 5. Platz des Kufsteiner Radmarathons mitgefilmt habe. Habe das Stockerl knapp verpasst, meine beiden Betreuer haben mich leider nicht erreicht, so musste ich 100km mit 1 Trinkflasche haushalten. Über meine Abfahrtsskillz bin ich ziemlich stolz, schließlich wars erst das 2.x dass ich mit einem Rennrad im Regen den Berg runter bin (Bei Regen bevorzuge ich eigentlich Bike, Rolle oder Laufschuhe ;-) )

Trainingslager Teneriffa

Ich trainiere ja bekanntlich gerne, und ich trainiere umso lieber in Gegenden die ich noch nicht kenne. Von den kanarischen Inseln kenne ich bis dato nur Lanzarote, wo ich vor Jahren gemeinsam mit meinem Freund Daniel 2 Wochen zum Trainieren absolvierte.

Dass ich von 1.-12.März nach Teneriffa geflogen bin, hat sich sehr spontan ergeben. Die Betreuung bei unserem großen Kunden in Kundl ist kurzfristig mit Ende Februar ausgelaufen, somit wäre auch was Neues im Raum gestanden. Auch, da ich seit 8 Monaten durchgearbeitet habe, hätte ich mir sowieso gern eine sportliche Auszeit genommen. Kurzfristig gebucht, ganz blauäugig ein Hotel im Norden in Puerto de la Cruz (die Touristenhochburg im nördlichen Teil der Insel). Schlauerweise habe ich den Flug im Süden gebucht – Teneriffa verfügt über 2 Flughäfen, das muss man auch erst wissen. Da so kurzfristig auch kein Bustransfer inkl. Radtransport mehr möglich war, habe ich mir einen Mietwagen im Süden gemietet, den ich im Norden wieder abgegeben habe. Die Idee ist im Nachhinein schlauer, als wie 5h vor der Heimreise sinnlos auf den Bus warten zu müssen. Wirklich teurer ist es obendrein auch nicht. Erwähnenswert ist, dass ein Radkarton in einem VW Polo Platz hat, hätte ich zuerst auch nicht geglaubt, und die freundliche, junge Dame von der AVIS Autovermietung auch nicht ;-)

Noch spontaner als ich, tauchte mein Kumpel Werner auf. Der kam einen Tag später und blieb auch einen Tag weniger lang, aber da er das Mountainbike dabei hatte, konnten wir sowieso nicht viel gemeinsam unternehmen.

Aus dem Flieger ausgestiegen, übermannt mich diese übermäßige Hitze, in München beim Abflug hatte es noch windige, eisige -15°C, 6h später fast 30°C. So geht das. Dennoch Schnee wie zu Hause, erblickte man auch am höchsten Berg Spaniens, dem Teide, das Wahrzeichen der Insel, für Radsportfreunde von Interesse, dass er von Norden, Süden, Westen (mehrere Möglichkeiten, welche sich treffen) befahren werden kann. Höhenunterschied vom Meer weck bis zum höchsten Punkt ca 2200hm, richtig geil und das total früh in der Saison. Leider muss man auch sagen, dass es oben gut 10°C hat. Dafür erwartet dich dann eine 1h Abfahrt mit dem Rennrad, und wenn spät genug gewählt, anders gesagt, wenn es in Richtung Abendessen für Buffettiger geht, hat man eine freie Straße. Die nach Puerto de la Cruz wurde sogar neu asphaltiert, ein Video habe ich gemacht, das muss ich noch hochladen.

Ansonsten sind die Straßen teilweise mit Vorsicht zu genießen, Kategorie Bombenkrater und Baugruben im Straßenbelag. Leider hat mir das bei einem Bergintervall einmal 2 Platten beschert, und das mitten auf dem Berg – ich habe kurz auf den Garmin geblickt, und schon war ich drin. Der schlaue Radtourist hat 1 Schlauch mit, der war auch gleich getauscht, aber woher einen zweiten nehmen? Mehrere Stunden habe ich verbracht, zuerst hieß es die Autowerkstatt mache erst um 3 wieder auf, und die hätten einen, aber der konnte mir auch nicht helfen. Reifenflicken haben auch nichts gebracht, und dann kam die Rettung. Ultraläufer Lee  und seine Freundin aus GB, welche über der Tankstelle wohnten, waren so nett haben mir einen Schlauch geschenkt. Zusätzlich hat er mir noch eine Banane als Proviant mitgegeben.

Auch sonst kann man die Inselbewohner nur loben, ich war nie gefährlichen Situationen ausgesetzt und ich musste stets die Autos vorbei winken, weil sie sich ansonsten nicht an meinen fetten Hintern vorbei getraut hätten.  

Wohl mein persönliches Highlight war die Umrundung des Teides am letzten Tag (am Vortag habe ich noch mal richtig Bergintervalle geschruppt, dabei mir 2 1min Garmin Segmente mit über 600W geholt bzw bei dem Anstieg Masca sogar vorne bei den großen Jungs aus der Protour in den top 10 mit gemischt).

Ursprünglich ging ich davon aus, dass ich mit ca 200km durch käme. Dies alleine wäre schon ein Grund zeitig aufzubrechen, nachdem der Trödeltrupp heute unterwegs war, kam ich erst nach 10 vom Hotel weck. Zwischendurch bummelte ich etwas herum, bis mir irgendwann klar wurde ich müsste doch mal die Beine in die Hand nehmen. Und so machte ich mich mal auf den Weg. Unterm Strich wurden aus 200 fast 240km mit über 4000hm,  und nicht nur, dass ich erst um 21h beim Hotel war (stets leuchteten mir freundlich gesinnte Autofahrer den Weg, denn von so einer späten Rückfahrt ging ich natürlich nicht aus), und erst wieder Stress hatte, denn um 21:30 machte das Buffet dicht) habe ich es doch glatt geschafft, den Akku meines Garmin Edge 1000 in die Knie zu zwingen. Zum Glück war es von dort nicht mehr weit zurück, die Strecke kannte ich somit. Einzig ärgert mich die fehlende Datenaufzeichnung, what else.

Mein Fazit, Teneriffa ist eine wundervolle Insel, welche ideal für anspruchsvolle Radfahrer ist. Einzig die Krater im Straßenbelag lassen daran erinnern, dass man sich auf einem Vulkan befindet. Dass die Insel das Potential zu einem anspruchsvollen Fahrraddomizil ala Gran Canaria hat steht außer Frage, einzig an der Infrastruktur muss noch etwas gearbeitet werden.

Hier noch ein paar Impressionen (sind die Fotos die ich auf Instagram hochgeladen habe), viel Spaß damit

Sportliche Grüße

Jojo

Leistungstests... ich liebe es

Heute stand jährliche Gesundenuntersuchung für meine Elitelizenz am Institut für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus in Natters am Plan. Zusätzlich machten wir einen Leistungstest mit Laktatstufenmessung und Spiroergometrie (Gasmessung). Wie jedes Jahr hasse ich es, auf einem Rad was mir nicht 100% passt, vor wunderschöner Kulisse (und einem TV, wo Red Bull Kurzvideos die Schmerzen linderten), mich zu schinden. Das mag ich im Winter im Keller schon nicht. 

Was möchte ich euch verraten: also Alles in allem habe ich mich enorm gesteigert. Einzig ein Wert war geringer als beim letzten Mal, das maximale Laktat was ich gefahren bin, letztes Jahr noch bei 13,1 Laktat vom Rad gefallen, heuer bereits bei 12,3. Wichtiger aber sind die Werte die ich dabei getreten bin. Einen kann ich euch verraten, jetzt mit noch leichtem Übergewicht lag meine VO2max bei 71,5ml/kg/min... den Rest werdet ihr in den nächsten Wochen und Monaten sehen.

Eins noch, amüsant war die Frage wer mein Trainer sei, weil ich mich immens gesteigert habe. Als ich geantwortet habe, dass ich mir selbst meine Pläne fertige, mich viel mit Literatur rund um die Themen Ernährung und Training beschäftige, war jemand im Raum erstmal sprachlos. 

Morgen gehts rund beim Hillclimb vom MTB Festival Achensee und am Sonntag folgt der Marathon. Drückt mir die Daumen

Bis bald!

Da war mir noch zum Lachen...

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