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VCM - Give Something Back!

Vergangenen Sonntag fand Österreichs größte Laufveranstaltung statt. Zusammen mit über 42000 Mitstreitern war es für Christine ein ganz besonderes Ereignis, schließlich hat sie sich monatelang auf diesen Tag vorbereitet. Angefangen hat alles im Oktober mit dem Kauf eines Paares geeigneter Laufschuhe bei Sport Brosig in Kiefersfelden. Damals hat sie zum Händler gesagt, sie könnte keine 30min laufen ohne danach mit Knieschmerzen pausieren zu müssen. Mit dem Erwerb des laut Videoanalyse passenden Schuhwerks, stand auch schon das erste große Ziel im Raum, der Vienna City Marathon, genauer gesagt, der Halbmarathon, was auch nicht zu verachten ist.

Bei ihrem Vorhaben ihren ersten Halbmarathon zu laufen, wollte ich Christine natürlich tatkräftig unterstützen. Beim Training habe ich ihr schon gelegentlich mit Lauftechnik- und Trainingstipps weitergeholfen, und natürlich wollte ich auch Teil haben, als mein Rennpferd am Tag X ihr bestes gab. Und dies sollte nicht billig - wie jeder glauben mag - mit dem Fahrrad geschehen, nein, ich bin einfach mit ihr als persönlicher Pacemaker und Lastenmuli mitgelaufen. Damit Little Speedy sich rein auf das Laufen konzentrieren konnte, hatte ich eine Trinkflasche und Gels dabei, und bin ihr auch bei den Labestationen rangelaufen und hab ihr gewünschtes mitgenommen. Sie sollte sich rein auf den Lauf konzentrieren und ein schönes Erlebnis haben.

Bis Kilometer 10 lief es eigentlich sehr gut. Aber dann sah man ihr regelrecht an wie es steil bergab ging. Das Knie begann zu schmerzen, und das immer mehr. Aber die Christine ist eine Fighterin, und was für eine. Ohne je einen Gedanken ans Aufgeben zu verschwenden ist sie durchgelaufen, OHNE ein einziges Mal stehen zu bleiben. What a Show! Leider ging es von der Zielline humpelnd direkt ins Sanitäterzelt. Zum Glück nur eine Überlastungserscheinung.

Die Ziellinie überquerte sie nach 2 Stunden und 10 Minuten. Auf diese Zeit kann sie sehr stolz sein (und ich bin es ganz ehrlich auch). Und die Finishermedaille hat Christine sich mehr als verdient. Jetzt eine verdiente Pause, aber das nächste Ziel wartet bestimmt.

Es hat mich sehr gefreut, einen kleinen Anteil an diesem Erlebnis zu haben, und hoffe es war nicht das letzte dieser Natur. Und am meisten beeindruckt hat mich, die Willensstärke die Christine stetig begleitet hat. Das war ganz großes Kino und ich muss gestehen ich hatte eine Lehrstunde, über die Bedeutung des Sprichwortes "der Glaube kann Berge versetzen"... auch im flachen Wien.

Trainingslager #2 Kroatien

Wie bereits vergangenes Jahr verbrachte ich auch heuer wieder die Osterwoche gemeinsam mit Freunden des Radsports rund um die Radunion Kufstein zum Trainieren in Istrien / Kroatien, jedoch dieses Mal etwa 6km nördlich von Porec. Wie bereits im vergangenen Jahr waren wir auch heuer wieder eine sehr kleine, aber auch sehr starke Truppe, mit der es jeden Tag großen Spaß machte sportliche Herausforderungen in Angriff zu nehmen.

Da heuer Ostern ziemlich zeitig war, war auch das Wetter noch eher auf der frischen Seite. Dies ging so weit, dass wir bei unserem Highlighttag von West nach Ost über ganz Istrien mit Bergwertung auf den höchsten Punkt Istriens, den 1401m hohen Vojak, unterwegs in einen kleinen Greipelschauer gerieten. Nicht dass der Anstieg schon anstrengend genug war mit Rampen bis 18% Steigung, zusätzlich war auf den Weg rauf zum Observatorium mit reichlich Schnee zu rechnen. Belohnt wurde der Aufstieg nicht nur mit einer supertollen Aussicht bis nach Rijeka, sondern auch damit, dass ich die Bestzeit des aktuellen Garmin Segments rauf auf den Vojak (1100hm) um über 22min unterbot und später auch sah, dass ich bei Strava aktuell die 3.beste Gesamtzeit rauffuhr. Das macht mich insofern stolz, da ich zu dem Zeitpunkt bereits von sechs Tagen intensivem Training sehr schwere Beine hatte. Bereits aus der Vergangenheit weiß ich, dass es mir mit in so einer Woche stetig besser geht.

Alles in allem fühl ich mich jetzt ziemlich fitt für die kommende Saison, habe den Winter ohne Verletzungen und sonstige Hindernisse überwunden und kann jetzt allmählich mit (noch) ein paar Kilos zu viel in die Rennsaison starten. Losgehen tut es dann Mitte April bei der Schönbuch-Trophy im schönen  Baden-Württemberg.

Resümee Saison 2015

Die Saison 2015 ist vorbei und im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden wie sie verlaufen ist. Ich konnte meine Ziele alle erreichen und bin etwas verblüfft wieviel Saft in einem alten Hasen wie mir noch drin steckt. Zu den persönlichen Highlights zählen definitiv der unerwartete Sieg bei den Tiroler Mountainbike Marathonmeisterschaften und meine starkes Aufzeigen bei der Mountainbike Marathon Masters EM.

Bei den Tiroler Meisterschaften, welche 2015 beim Kitzalpbike ausgetragen wurden, wurde mir ganz unerwartet im Ziel gratuliert. Ich wusste am Start und während des Rennens nicht einmal, dass die ausgetragen würden. Eigentlich wollte ich das Rennen einfach nur gemütlich finishen, da meine Marathonsaison mehr als beschissen startete: Trotz eines Sieges beim Wattener Bergrennen in der Mountainbikekategorie (mit Federgabel und Stollenreifen, wobei ich sogar 6. gesamt wurde!) folgte mein Saisondebut beim Mountainbikemarathon in Garda im Süden vom Gardasee. 10km vorm Ziel bekam ich es mit Krämpfen zu tun und dann bin ich einfach nur fürs durchkommen durchgefahren. Beim 2. Marathon dem Eldorado in Wörgl, verlief es nicht wirklich besser. Am Freitag noch beim Hillclimb den E-Bike Europameistertitel mit Turnschuhen und Baggyshorts gesichert, lief es in meiner Paradedisziplin ganz und gar nicht nach Plan. Am ersten Berg noch top, immer die Führungsgruppe in Sichtweite, habe ich bei der Abfahrt von der Holzalm meine ganze Gruppe distanziert. Ich hab keine Ahnung was die gemacht haben, das war eine anspruchslose Schotterabfahrt ohne jeglichen Schwierigkeitsgrad, die größte Schwierigkeit war das bisserl Nebel was aufkam. Leider musste ich dann solo den ganzen weiten Weg bis zur Erzherzog Johann Klause angehen, und da hat mich eine 3er Gruppe eingeholt. Die waren um einiges frischer als ich und haben mich mit ein paar Attacken hinter sich gelassen. Dies noch nicht genug, bekam ich auf den letzten Bergabmetern beim 3-Brunnen Joch noch einen Platten (danach geht es nur noch via Asphalt die Innpromenade zurück nach Wörgl. Leider habe ich dabei meine Kartusche verschossen und musste mit dem Rad zum nächsten Bauern laufen, der hat mir auch freundlicherweise geholfen, nur ging es da nur noch um die goldene Ananas.  Weiter ging es bei einem meiner Lieblingsmarathons, dem MTB Festival am Tegernsee. Als gesamt 8. den ersten Berg hoch, dann gleich in der Abfahrt mit einem Platten geglänzt. Minuten und den Anschluss verschissen und mit der Wut im Bauch wieder auf meinen Dauerrivalen Plank Andi aufgeschlossen. Leiderr mich mit dem Trinken verschätzt und musste bei einem Brunnen stehen bleiben, dabei ist eine 3er Gruppe auf mich aufgeschlossen. Diese wollte ich bei der letzten Abfahrt abhängen und da ist mir leider bei einem schwerwiegenden Sturz das Gelenk am kleinen Finger der rechten Hand freigelegt. Zusätzlich habe ich mir den lenken Bremsgriff, die Schaltung und den Sattel abgerissen. Aufgeben gibts nicht, so habe ich mich irgendwie die letzten paar Kilometer ins Ziel gekämpft und von dort direkt ins Sanitäterzelt. Die Folge aus dem Sturz bedeuteten 2 Wochen schonen vom Mountainbikesport. 

Einen Start beim Kitzalpbike machte ich davon abhängig ob ich den Downhill in der Rennwoche mal im Training durchfahren konnte, denn davor hatte ich am meisten Respekt. Ausgesucht habe ich mir den Montag direkt nach den Enduroeuropameisterschaften. Nach einem Schnee-Regenwochenende und Umgrabungsarbeiten mithilfe von Reifen jenseits der 2,5" war ich zutiefst beeindruckt welche Lines die Endurofahrer in das Gelände zaubern. Den Test hat meine Hand bestanden und so bin ich beim Kitzalpbike gestartet. Nach den ganzen Miserien im voraus habe ich beschlossen das Rennen lockerer anzugehen, denn es war mir wichtiger einfach zu finishen, als mich wieder zu verletzen oder Opfer eines technischen Gebrechens zu werden. Gesagt getan und ich war ziemlich glücklich, dass soweit alles gut ging, und umso begeisterter als ein Konkurent mir im Ziel zum Sieg bei den Tiroler Meisterschaften gratulierte. Dass diese ausgetragen wurden, dessen war ich mir nicht bewusst. 

Weiter ging es bei der Salzkammergut Trophy. Wieder voll motiviert ins Renngeschehen einzugreifen, schaffte ich es, mit meinem top 20 Ergebnis mich für die Mountainbike Marathon Weltmeisterschaften 2016 zu qualifizieren. Etwas ausgelaugt fuhr ich beim Ironbike, als auch beim M3 in Montafon nur die Medium Distanz wobei ich beide recht gut finishte (beim Ironbikedownhill Segment "Vililtrail" bin ich aktuell 3. 7 Sekunden hinter Freund und local Patrick Zangerl aus Ischgl). 

Zweiter Saisonhöhepunkt war die Masters EM in Graz: Das Rennen verlief aus meiner Sicht gewaltig, bergab ging mir alles auf und ich konnte immer auf Risiko fahren ohne mich dabei unsicher zu fühlen (genau das was ich liebe) und bergauf hatte ich auch stets Druck am Pedal. Leider hatte ich einen schleichenden Platten beim Schlussdownhill der ersten Runde, mit welchen ich mich noch bis ins Ziel kämpfte. Hier half mir zum Glück Feichtegger Martin gleich, der das Rennen mit Knieproblemen aufgeben musste (vielen Dank hier nochmals) und dann ging es schon wieder vollgas weiter. Leider habe ich mich bald verfahren und bin einmal zu früh abgebogen, bin aber bald wieder auf die Strecke gekommen, was mein eigentliches Verderben war. Bin dann das Rennen ganz normal fertig gefahren, aber nachdem ich im Ziel war sofort zur Rennleitung und habe meinen Fauxpas kund getan. Dies bedeutete mein erstes DSQ in meiner sportlichen Karriere. Unterm Strich bin ich aber mit meiner Leistung voll und ganz zufrieden, und kann stolz behaupten, dies war das beste Rennen, welches ich bis dato gefahren bin, und eine gemessene Durchschnittsleistung von 311Watt (über die komplette Renndauer) geben mir da nicht ganz unrecht. 

Danach war die Motivation im Keller, und ich bin nur noch zum Spaß gefahren und die letzten Rennen habe ich eher als Verpflichtung gesehen als wie als große Wettkämpfe. Deshalb bin ich auch nur relativ unspektakuläre Bergrennen gefahren. 

Hier noch ein paar erreichte Platzierungen 2015

  • Sieg beim Wattener Bergrennen
  • Sieg bei der Lodertrophy zusammen mit meiner Duathlonpartnerin Jutta Buschmann
  • Zweiter Platz beim Ottenalmrennen mit Jutta
  • 4. Platz beim Hillclimb in Kufstein
  • 2. Platz beim Hillclimb in Söll
  • 3. Platz beim Hillclimb auf die Angerlalm (Kirchdorf)
  • Tiroler Meister Mountainbike Marathon
  • Qualifikation Marathon Weltmeisterschaft 2016
  • 6. Platz 12h WM in Weilheim im 2er Team mit Klaus Steiner
  • E-Bike Europameister

Dies gilt es 2016 zu toppen, stay tuned! Wünsche euch eine gute und erfolgreiche Vorbereitung. Und für meine Konkurenten: Der Feind schläft nicht! (Zitat Plank Andi, Trainingsfreund und sportlicher Rivale)

Silvesterlauf Innsbruck

Der Silvesterlauf 2015 bedeutete ein sportlicher Abschluss mit Freunden, sehr guten Freunden! Zusammen mit Klaus und Jutta, nahmen wir die letzte Herausforderung des Jahres in Angriff. Mit einer Pace von 3:40 (umgerechnet 16,3km/h) lief ich als gesamt 60. über die Ziellinie

Hier noch das Ergebnis. 

In diesem Sinne wünsche ich all meinen Freunden, Feinden, Verwandten, sportlichen Kontrahenten und Weggefährten, sowie Sponsoren, Gönnern und die, die ich vergessen habe einen guten Rutsch ins neue Jahr, alles Gute und auf eine gutes und erfolgreiches Jahr 2016!

Trainingslager Mallorca

Vom 12. bis zum 20. Februar ging es wieder auf die Insel um fleißig Grundlagenkilometer zu sammeln. Dabei hatte ich diesmal das Glück mich gemeinsam mit den Jungs vom Radteam Tirol vorbereiten zu können. Dabei konnte ich in dieser Zeit, trotz Temperaturen im Schnitt von ca 10°C während dieser Zeit über 1000km fahren, wobei Sonntag reiner Rückreisetag war. Stetig motiviert und geplagt durch einen krankheitsbedingten Ausfall meines Trainingspartners, musste ich vorrangig die Insel alleine erkunden. 

Unterm Strich war dies ein positiver Start in die neue Saison mit vielen qualitativ hochwertigen Kilometern, und das Glück neue, nette Bekanntschaften gemacht zu haben. Allmählich gerät die Saison ins Rollen. Der Weg ist das Ziel, und dieser ist noch ein weiter.

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